Bewusster durch den Alltag

In einer Zeit der Leistungsgesellschaft und Hektik leben wir oft aneinander vorbei. In unserem Bestreben, immer schneller und weiter zu kommen und immer besser zu sein, vergessen wir häufig, einfach einmal da zu sein, oder auch aufeinander zu achten. Doch um wieder mehr Bewusstsein für uns und andere zu finden, helfen schon ein paar kleine Schritte im Alltag.

Mit diesen 6 Tipps kommt man bewusster, und damit auch glücklicher, durch den Tag:

Tipp 1: Die kleinen Dinge wieder schätzen lernen

Häufig nehmen wir die schönen kleinen Geschenke unseres Alltags gar nicht mehr wahr. Man muss das Glück nicht immer krampfhaft suchen, denn es steckt eigentlich schon immer in uns selbst drin – wir müssen es nur wieder ein wenig aufwecken. Wichtig dabei ist, zur Abwechslung einmal eine andere Perspektive einzunehmen:

Was wäre, wenn Ich nicht Ich wäre, sondern jemand anders, in einem anderen Land etwa, vielleicht unter anderen Lebensbedingungen? Hätte ich warmes Wasser, wäre da jeden Tag Essen auf meinem Tisch, würde ich durstig bleiben, oder abends zufrieden in mein warmes Bett steigen?

Man kann aus diesen Selbstverständlichkeiten in seinen Gedanken auch Geschenke formen, für die man immer wieder dankbar sein kann. Schon beim Aufstehen kann das ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern. Die stressigen Alltagsprobleme, die uns oft so überlebenswichtig erscheinen, verdrängen dabei die vielen anderen, viel wichtigeren, kleinen Dinge, welche uns so viel Kraft geben können. Die findet man ganz einfach, wenn man wieder mehr Achtsamkeit für seine Umgebung entwickelt.

Tipp 2: Mit neuen Augen wieder Genuss entdecken

An manchen Tagen treiben wir einfach lustlos herum. Wir wünschen uns Abwechslung, versinken aber wieder nur in Unzufriedenheit. Der Grund für das Scheitern dieser Genuss-Suche ist leicht zu erklären: unsere Gesellschaft ist auf Schnelllebigkeit ausgelegt, und genauso schnell und kompromisslos möchten wir auch Vergnügungen finden. Dabei ist eine Sache so austauschbar wie die nächste, Hauptsache sie erfüllt für ein paar Momente lang ihren Zweck.

Doch dieser Gedanke ist weit entfernt von der wirklich befriedigenden Freude an einem Moment. Wir haben es ganz einfach verlernt, wirklich zu genießen. Dabei liegt es im Grunde nur an jedem selbst, seine eigene Welt positiver zu gestalten! Kleine Veränderungen sind oft die wirksamsten: wie zum Beispiel zu versuchen, wieder mit der Begeisterung eines Kindes zu sehen. Dazu gehört die Lust auf Neues, die Freude an den simpelsten Dingen.

Man muss sich nur mit anderen Augen umsehen – die Welt ist wunderschön. Am besten man versetzt sich in die Lage eines Touristen hinein. So probiert man neue Dinge aus, spricht Menschen an und verliert seine Hemmungen. Offenheit ist ein gutes Rezept für mehr Lebensfreude – einfach Augen, Herz und Seele aufmachen und sich davon überraschen lassen, was so auf einen zukommt.

Tipp 3: Sich selber täglich Freude schaffen

Man kann das Glück natürlich wie erwähnt einfach auf einen zukommen lassen. Doch auch ein wenig aktive Planung kann wunderbar funktionieren. Man kann sich etwa für jeden Tag Etwas überlegen, auf das man sich freuen kann. Beispielsweise eine Unternehmung nach Feierabend, oder einfach ein gemütliches Fußbad, ein leckeres Essen oder das Gesicht eines lieben Menschen. Diese Freudemacher kann man sich ruhig schon morgens aufschreiben.

sich über etwas freuen

Wichtig für einen bewussteren Alltag ist es auch, sich regelmäßig über neue Dinge zu freuen.

Eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Freizeit ist natürlich wichtig, um auch das Leben abseits des Verdienstes zu erleben. Es ist immer sehr schön, wenn man seine Arbeit gerne macht. Doch auch danach sollte es etwas geben, das einem bedeutungsvoll erscheint. Häufig hilft auch Bewegung dabei, Bewusstsein in den Alltag zu bringen – Yoga ist dafür eine ausgezeichnete Methode. Man braucht nur ein wenig Motivation, legt sich eine der vielen schönen Yoga Matten zu und kann dann sofort loslegen – man fühlt sich gleich ausgeglichener! Es kann aber auch einfach ein schönes Buch sein, das einen begeistert, die Gartenarbeit oder ein spannender Film – was immer Freude bringt.

Tipp 4: Sein Glück bewusst selbst in die Hand nehmen

Doch auch wenn das Essen mit Freunden abgesagt werden muss, oder die teuren Filmkarten plötzlich ins Wasser fallen: nicht unterkriegen lassen! Wir können unser Glück und unsere emotionalen Bedürfnisse auch unabhängig von anderen machen. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir generell keine sozialen Beziehungen pflegen sollen – es geht einfach darum, sich trotzdem bewusst für sein eigenes Glück einzusetzen.

Bevor man also verärgert zu Hause bleibt, sollte man eine Beschäftigung finden, die man auch für sich genießen kann. Wenn also mal die anderen nicht mitspielen, hat man auch so die freie Wahl, seinen Tag oder Abend mit etwas Sinnvollem zu verbringen. So steigt auch das eigene Selbstwertgefühl – man kann selbst bestimmen, womit man sich beschäftigt und Freude daran finden. Häufig bedeutet das auch wiederum, neue Dinge auszuprobieren und neue Menschen kennenzulernen.

Tipp 5: Gutes tun macht glücklich

Doch bei der ganzen Beschäftigung mit uns selbst, dürfen wir auch die Anderen nicht vergessen. Nicht nur die Menschen in unserem unmittelbaren Umfeld, sondern auch die vielen fremden Personen, die uns tagtäglich begegnen. Man muss dafür nicht anfangen, Unsummen zu spenden – es geht um kleine Hilfeleistungen, oder auch einfach um eine freundliche Geste.

Dem Kassierer ein Lächeln zu schenken, tut nicht nur ihm gut, sondern auch der eigenen Seele. Studien belegen, dass wir im Augenblick der Hilfeleistung ein Stimmungshoch erleben. Die Endorphine, die dabei freigesetzt werden, lassen uns Glücksgefühle wahrnehmen. Das macht uns ruhiger und ausgeglichener und lässt uns weniger einsam fühlen. Wir sind täglich von so vielen Menschen umgeben – anderen zu helfen, stärkt die Verbindung zu unseren Mitmenschen.

Tipp 6: Informieren und bewusst handeln

Man sollte also auch unbedingt informiert bleiben. Bewusst zu leben heißt auch, nicht die Augen vor Ungerechtigkeiten und Missständen zu verschließen. Nur indem wir der Realität ins Auge blicken, können wir auch etwas verändern. Dabei muss man nicht über jedes beliebige Thema tip-top informiert sein – doch ein genereller Überblick über die aktuellen Geschehnisse unserer Welt ist wichtig. Sich aktiv und produktiv an gesellschaftlichen Aktionen zu beteiligen, kann dabei helfen.

Ein Teil von positiven Veränderungen zu sein, ist ein wichtiger Schritt für mehr Bewusstsein im Alltag!

Fazit

Den Alltag bewusster zu leben bedeutet:

  • selbstverständlich wirkende Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten,
  • kleine Lebensgeschenke wieder schätzen zu lernen,
  • offen zu sein und sich mit Begeisterung an kleinen Momenten zu freuen,
  • sich jeden Tag einen Grund zur Freude schaffen,
  • für sich selbst Wertschätzung zu entwickeln und diese zu pflegen,
  • anderen zu helfen und sich mit anderen verbunden fühlen,
  • und stets mit offenen Augen und offenem Herzen informiert durch den Alltag zu gehen.