Bogenschießen

Das Bogenschießen ist ein traditioneller Schießsport, bei dem mittels Pfeil und Bogen auf standardisierte Zielscheiben geschossen wird. Der perfekte Schuss ist dabei eine Kunstform der identischen Wiederholung, die eine Kombination aus viel Training und mentaler Stärke voraussetzt. Das Bogenschießen ist ursprünglich eine der ältesten Formen der Jagd und ist der Menschheit bereits seit Jahrtausenden geläufig.

Negativ belastet ist diese Präzisions-Sportart vor allem aus dem Einsatz in vielen bewaffneten Konflikten der Menschheitsgeschichte. Trotz der bewegten Vergangenheit stellt Bogenschießen heutzutage eine beliebte olympische Sportart dar, an der sich viele Menschen erfreuen. Was es zu beachten gibt verrät dieser Artikel.

Der Bogen

Das Sportgerät beim Bogenschießen ist natürlich der mittlerweile technisch stark verbesserte Bogen. Der am weitesten verbreitete Sportbogen ist der High-Tech Recurvebogen, an dem in der Regel Zielvorrichtungen und Stabilisatoren angebracht sind. Dieser „olympische Bogen“ ermöglicht präzise Treffer – auch auf großer Distanz.

Bogenschiessen

Auch beim Bogenschießen gilt: „Übung macht den Meister“

Selbst das traditionelle Bogenschießen ohne Zielhilfen gewinnt wieder vermehrt an Beliebtheit und setzt dabei neben dem „blanken“ Recurvebogen auch auf den Langbogen, den Reiterbogen, den Primitiv-Bogen oder selbst gebaute Bögen.

Der Bewegungsablauf beim Bogenschießen

Um konstant präzise Treffer zu gewährleisten ist eine perfekte Ausübung der Schusssequenz unumgänglich. Ein solider Stand und eine perfekte Haltung bilden dabei die oft vernachlässigten Grundlagen: Die Knie sollten leicht gebeugt, aber fest stehend sein; der Oberkörper gerade und leicht nach vorne gebeugt. Der Bogenarm wird eingedreht und durchgedrückt, die Hand wird um 90° geneigt.

Kunst des Bogenschiessens

Moderne Pfeile fürs Bogenschießen sind auf viele unterschiedliche Arten optimiert

Nachdem diese Grundposition eingenommen und stabilisiert ist, wird fortwährend identisch der Griff in die Sehne ausgeführt und der Bogen gespannt. Das Lösen des Pfeiles wird maßgeblich durch den Aufbau einer Rückenspannung erreicht. In der so genannten Ankerposition wird dabei die Kraft der Zughand vom Arm durch eine Mikrobewegung in das Schulterblatt der selbigen Hand (Zughand) umgeleitet. Diese Bewegung überwindet die letzten 2mm des Auszugs über den so genannten Klicker und löst damit den Schuss.

Nachdem der Pfeil abgeschossen wurde verbleiben die Finger in der Abschlusshaltung, bis das „Plop“-Geräusch beim Zieleinschlag zu hören ist.

Die Kunstfertigkeit des Bogenschießens

Bogenschießen ist jedoch weitaus mehr als nur ein technischer Ablauf. Die Sportart vereint die Perfektion des Bewegungsablaufes mit einer mentalen Komponente. Der Schütze muss förmlich mit dem Bogen zu einer symbiotischen Einheit verschmelzen und den Pfeil durch seine mentale Stärke ins Ziel lenken. Um diese Symbiose zu erreichen müssen die Bewegungsabläufe kontinuierlich trainiert und auch mentale Konzentrations- und Atem-Techniken regelmäßig geübt werden.

Auf Grund dieser langsamen, stetigen und mentalen Beanspruchung wird das Bogenschießen auch therapeutisch oder zur Manager-Schulung eingesetzt. Das befriedigende Gefühl, dass bei einem erfolgreichem Treffer und dem ertönten „Plop“-Geräusch auftritt, ist letzten Endes jedoch die Mühe wert und entlohnt jeden Bogenschieß-Enthusiasten.