DIE VISIONSUCHE HEUTE

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Die heutige, in der westlichen Gesellschaft angebotene Visionssuche wurde in den 60er Jahren von Steven Foster und seiner Frau Meredith Little entwickelt.

Es handelt sich nicht um die Nachahmung eines indianischen Rituals. Die Inhalte der Veranstaltung sind unabhängig von Traditionen, Konfessionen oder Ideologien. Vielmehr entnahmen Foster und Little Elemente aus der Psychologie der westlichen Kultur und mischten sie mit folgenden drei alten und weltweit vorkommende Elemente aus Stammesriten:

1. Nahrungsentzug - Fasten,

2. Alleinsein,

3. der Wildnis und den Elementen der Natur ausgesetzt sein.

Diese Methoden, die damals wie heute Verwendung finden, wenn Menschen ausziehen, um sich selbst zu finden, haben sich bewährt in indigenen Kulturen bzw. in Weltreligionen.

Die universale Grundstruktur "Ablösung - Schwellenzeit - Wiedereingliederung" der alten Übergangsriten wird beibehalten.

Das Ritual, das in der Natur stattfindet, bringt die Teilnehmer tief in Kontakt mit der Natur, von der wir ein Teil sind. Nicht von ihr getrennt können sie sich erkennen als Einheit mit allem, was ist und nehmen die Natur im aussen als Spiegel der eigenen inneren menschlichen Natur wahr. Ein tiefes Verständnis für das Leben und unsere Verbundenheit mit dem Urgrund des Seins kann sich einstellen. Der Teilnehmer findet Erkenntnisse durch seine Innenschau in der Tiefe seiner eigenen Psyche.

Die Visionssuche ermöglicht u.a.

  • erwachsen zu werden (Robert Bly, amerikanischer Psychologe: "Zurückzuführen auf das Fehlen von Übergangsritualen gibt es heute überwiegend jugendliche Erwachsene oder erwachsene Jugendliche, aber keine erwachsen gewordene Erwachsene mehr. Männer, die wissen, was es heißt ein Mann zu sein. Frauen, die ihr Frau-Sein entfalten, bestätigen, leben und feiern.")

  • Lebenskrisen zu bewältigen,
  • eine Bestandsaufnahme des bisherigen Lebens,
  • eine Neuorientierung,
  • Klarheit zu finden,
  • Lebensübergänge klar und bewusst zu markieren,
  • Sinn des eigenen Daseins zu erkennen,
  • sich anzunähern und anzubinden an den Urgrund des Lebens,
  • seine ganz persönliche Lebensaufgabe zu finden,
  • Sinn und Bedeutung von Krankheit zu erkennen,
  • die Natur zu entdecken,
  • die Schönheit und Freude des Lebens, tiefen Frieden in sich, die Liebe zu sich und seiner Umwelt neu zu entdecken,
  • uvm.

    Auf die in der westlichen Gesellschaft angebotene Visionssuche gehen Männer und Frauen vier Tage und vier Nächte alleine, ohne Nahrungsmittel aber mit genügend Wasser in die Wildnis, Jugendliche normalerweise drei Tage und drei Nächte.

    Mit Vor- und Nachbereitung ergibt sich eine Veranstaltungsdauer von typischerweise 11 Tagen.

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