Zur pädagogischen Ausrichtung

Waki Fliegen.img: Foto © nadia.meister@inode.at
Foto © Nadja Meister

An der Seite der Kinder

Betreuung im Waldkindergarten

Die Themen und Bedürfnisse der Kinder sind Maßstab für die Begleitung durch die BetreuerInnen. Es soll anerkannt und gewürdigt sein, wie jedes Kind ist und was es gerade braucht um zu wachsen. Das Tempo für Veränderungen richtet sich danach.

Märchen, rhythmisch-musikalische Angebote sowie künstlerisch-kreatives Arbeiten gehören zu den offenen Angeboten im Waldkindergarten. Weitere freie Lernangebote basieren auf den aktuellen Interessen der Kinder. Diese entscheiden, ob sie teilnehmen oder nicht.

Es liegt in der Verantwortung der BetreuerInnen, für eine gut vorbereitete und damit auch entspannte Umgebung zu sorgen.

Die Achtung vor dem Leben bzw. vor der Schöpfung und das Begreifen des eigenen Ich als Teil des Lebens, wecken Gefühle der Liebe, Vertrautheit und Verantwortung. Es ist die innere Haltung der BetreuerInnen, die diese Aspekte der Achtsamkeit bei den Kindern anregen und stärken kann.

Jedes Mitglied der Gruppe ist in besonderem Maße als Helfer und Wissensvermittler gefordert. Wir sind im Waldkindergarten ursächlich aufeinander angewiesen. Dadurch wird die soziale Kompetenz der Gruppe und der Einzelnen gestärkt.

Der Umgang der BetreuerInnen mit den Kindern orientiert sich an einer nicht direktiven, respektvollen und wahrnehmenden Begleitung.

Waki Erde.img: Foto: k_duit@yahoo.de

Der Wald, anregend für alle Sinne

Hier sind den Kindern viele Möglichkeiten geboten um die unterschiedlichsten Wahrnehmungsbereiche zu stärken.

Beim Ohren spitzen, wenn es im Gras raschelt und beim Betasten von weichem Moos, wenn eine Zwergenhöhle entsteht.

Alle Sinne werden angesprochen.

Wenn der Regen auf die Blätter prasselt und das Feuer seinen Rauch verströmt, wenn die Sonne in der Nase kitzelt und das Herz sich öffnet, weil wir zusammengehören.

Angeregt durch die Vielfalt individuellen Erlebens bekommt die Sprache eine wichtige Aufgabe. Der Ausdruck und die Kommunikation zwischen den Kindern entfalten sich.

Es entstehen soziale Begegnungen, die die Gemeinschaft stärken.

Der Wald, ein offener Spiel-und Entwicklungsraum

Hier sind Erfahrungen aus erster Hand möglich und es entwickelt sich ein Gefühl für Zusammenhänge.

Wie fühlt sich die Haut eines uralten Baumes an und wie der matschige Lehm unter den Gummistiefeln ...

Der Wald stellt unstrukturiertes Material zur Verfügung das sich besonders zum kreativen Spielen eignet. Spielzeug brauchen wir nicht, vielleicht Werkzeug.

So wird der alte Ast zur Angel, zum Paddel, zum Kochlöffel und Vielem mehr.

Waki Balance.img: Foto k_duit@yahoo.de
Foto © Nadja Meister

Der Wald, ein weiter Bewegungsraum

Der natürlichen Bewegungsfreude der Kinder ist freier Lauf gelassen und sie können im eigenen Tempo unterwegs sein.

Auf steilen Hängen, in ausladenden Bäumen, auf schmalen Pfaden erobern sich die Kinder den Raum.

Selbstvertrauen und Eigenverantwortung wachsen natürlich, da die Kinder durch unzählige Bewegungsmöglichkeiten sich selbst bewußter werden.

Durch die intensiven körperlichen Erfahrungen wird das räumliche Vorstellungsvermögen gestärkt.

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