Erdarbeiten im Waldkindergarten

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Der Erdhügel hinter der Feuerstelle erfreut sich andauernder Beliebtheit. Hier wird auf engsten Raum Erde gegraben, aufgehäuft, festgeklopft, Dinge vergraben, Erde abtransportiert, mit Wasser vermengt und so weiter. Dabei kommen mannigfache Werkzeuge zum Einsatz: Mit Schaufeln wird gegraben und Erde in Eimer oder Schubkarren gefüllt, mit Erdhacken die Erde aufgelockert, mit Wurststopfern Flächen flach geklopft.

Manchmal dient der Erdhaufen jedoch auch als Sprungübungsplatz: Die Kinder springen ihrem Können und Charakter gemäß von der Böschung mal waghalsiger, ruhiger, sich drehend, still, schreiend auf die tiefer gelegen Erde und werfen sich nach der Landung auch mal gerne auf den Boden.

Eine Weile fanden einige Kinder Gefallen daran, Erdklumpen mit einem Brett, welches in der Mitte auf einem kleinen Hügel lag, durch Daraufspringen in die Höhe zu katapultieren. Kurz darauf fand das selbe Brett Verwendung als Balancierbalken, auf dem sich mehrere Kinder gleichzeitig, heftig mit den Armen rudernd und sich aneinander festhaltend (und dann auch in die Tiefe reißend), erprobten.

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Hat es geregnet, so wird das Wasser sorgfältig von Planen, Eimern, Schubkarren gesammelt, und es entsteht eine vielfältige Betriebsamkeit: Brote werden geformt und Knödel (von denen sich manch eines flugs in einen Flugknödel verwandelt), oder es werden kleine Skulpturen mit der nassen Erde geformt. Die Konsistenz der Masse wird kritisch beäugt, ertastet, bestochert. Die Kinder haben schon sehr klare Vorstellungen, wie sie zu sein hat, was sich in kurzen, prägnanten Anweisungen an die diensteifrigen Helferinnen äußert "Mehr Wasser!", oder "Halt, genug!".

Auch Gatschfallen werden gebaut: sorgfältig wird ein Loch gegraben und mit lockerer Erde gefüllt, darauf Wasser, das ganze vermengen und dann -als Krönung gewissermaßen- eine leichte Prise trockener Erde darübergestreut. Und dann die hoffnungsvollen Rufe "Komm her, wir wollen Dir was zeigen!". Und manches Kind macht gerne mit und steigt mitten hinein. Alle müssen lachen.

Nach einem solchen Tag erfährt das Wort "Erdferkel" eine neue Bedeutungsebene: Oft ist nicht mehr zu erkennen, wo die Hose aufhört und der Schuh beginnt. Aber die Kinder sind gut ausgerüstet, und die Gatschhosen sind gut zu reinigen. Es ist eine solche Wohltat, die Kinder gewähren lassen zu können und auf Zurufe der Art "Pass auf, Deine Kleidung!" verzichten zu können!

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