
Dr. Oskar Demmer und Susanne Demmer sind Visionssucheleiter, ausgebildet in der Tradition der School of Lost Borders in Californien, gegründet von Meredith Little und Steven Foster, und bieten Visionssuche als Heilungsritual an. Die beiden leben und arbeiten in Klosterneuburg, die Praxis und ein Seminarraum befinden sich in Wien. Die Visionssuche ist ein in vielen Kulturen praktiziertes, altes Ritual, mit dem Menschen zu allen Zeiten Krisen bewältigten und Übergänge von einer Lebensphase in eine andere markierten.
Visionssuche ist ein Initiationsritual in der Natur. Initiation bedeutet Neubeginn und nach Dürckheim, dem Begründer der Initiatischen Therapie, "das Tor zum Geheimen öffnen". Sie besteht aus vier Teilen:
Eine viertägige Vorbereitungszeit leitet die eigentliche Visionssuche ein. In der Natur bereiten wir uns darauf vor, die für uns ungewohnte Schwellenzeit gut zu erleben. Vorbereitung heißt, den Fokus auf das Wesentliche zu legen, um mit unseren Herzensfragen in Kontakt zu treten. Dabei geht es neben den inneren, auch um äußere Themen wie Sicherheit und Fasten. Die wichtige Frage, welche körperlichen Entbehrungen der Gesundheitszustand zulässt und wie wir damit umgehen wird beantwortet.
Nach der intensiven Vorbereitungszeit begeben wir uns mit dem Überschreiten der Schwelle in die eigentliche Visionssuche.
Vier Tage und vier Nächte, ohne Essen und nur mit den notwendigsten Dingen (Wasser, eine Plane zum Schutz vor Wetter, Schlafsack, warme Kleidung und ein Tagebuch) ausgerüstet, begeben wir uns alleine in die Natur. Um von ihr zu lernen und in der Auseinandersetzung mit ihr und unserem eigenen Seelengrund Antworten auf unsere Fragen und unsere tiefsten Bedürfnisse und Sehnsüchte zu finden.
Während dieser Auszeit halten sich die Leiter in einem nahen Basislager auf. Dort sorgen sie für die psychische und auch physische Sicherheit der Teilnehmer und sind für diese zu jeder Zeit leicht erreichbar.
Nach der Schwellenzeit teilen wir in der viertägigen Integration unsere Erlebnisse in der Natur miteinander und können so die wesentlichen Erfahrungen noch einmal im Spiegel der anderen betrachten. Dies bereitet uns auf die Rückkehr in unser Alltagsleben vor. Wir bekommen Anregungen und konkrete Handlungsoptionen, wie wir das Erfahrene in unser Leben einfügen können.
Die Phase des Handelns und Gestaltens im Alltagsleben nach der Visionssuche wird durch regelmäßige Treffen mit der Gruppe und den Leitern unterstützt.
Sich dem Hunger, dem Wetter, den Tieren, den Pflanzen und der Stille zu stellen. Und doch taten und tun es Menschen immer wieder. Für ihr persönliches Wachstum und für das Wohl der Gemeinschaft, in der sie leben.
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